Bewegung und Sport trotz...


Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind sehr vielfältig. In der Regel haben Rückenschmerzen eine gute Prognose und nur in knapp 10% der Fälle werden die Schmerzen chronisch. Rückenschmerzen gelten als chronisch, wenn sie länger als drei Monate anhalten oder an mehr als der Hälfte der Tage eines Jahres auftreten. In lediglich 10 -15% der Fälle sind die Bandscheiben die Ursache, während 80% der chronischen Rückenschmerzen auf eine abgeschwächte Rückenmuskulatur zurückzuführen ist. Anhand von Studien konnte festgestellt werden, dass Rückenschmerzpatienten ausgeprägte Defizite in Muskulatur, Koordinationsfähigkeit, Beweglichkeit und Ausdauer aufweisen. Diese Defizite werden in den Rehasportstunden angesprochen.

Arthrose

In Deutschland sind vermutlich bei jedem ab dem 55. bis 60 Lebensjahr Zeichen einer Arthrose in einem Gelenk (am häufigsten Hüft- und Kniegelenke) zu finden. Inzwischen in durch Studien belegt, dass eine Bewegungstherapie zur Verbesserung der Muskelfunktion eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Arthrose spielt. Erst im Spätstadium sollte eine operative Behandlung von Arthrose eine zentrale Rolle spielen. Studienergebnisse beschreiben, dass ein richtig dosiertes Bewegungsprogramm einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat und Schmerzen soweit reduziert worden sind, dass die Betroffenen wieder in der Lange waren, Alltagsaktivitäten besser zu bewältigen.

Gelenkersatz

Gerade nach einer Gelenkersatzoperation ist eine Bewegungstherapie zum Muskelaufbau wichtig. Häufig stellt ein Gelenkersatz die letzte Option der Behandlung von langfristigen Gelenkbeschwerden dar. Das Gelenk wurde daher schmerzbedingt über eine längere Zeit geschont und wenig bewegt. Das Ziel einer postoperativen Bewegungstherapie ist die Wiederherstellung einer guten Muskelfunktion um das operierte Gelenk zu stabilisieren.

In Studien konnte belegt werden, dass eine dosierte Bewegungstherapie schon vor einer Gelenksoperation möglich ist, gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Eingriff schafft und die Rehabilitationsphase verkürzt.

Osteoporose

In verschiedenen Studien wurden die Auswirkungen einer körperlichen Aktivität auf den Knochenstoffwechsel untersucht. In einer großen Studie konnte nachgewiesen werden, dass ein Ausdauer- oder Krafttraining einen Einfluss auf den Mineralgehalt des Knochens bei Frauen nach der Menopause hat. Beide Trainingsformen verbesserten nicht nur die Knochendichte an verschiedenen Stellen des Skeletts, sondern führten auch zu einer Verbesserung der Koordinationsfähigkeit und Motorik.

Krebserkrankung

Die Behandlungsperspektive von Krebspatienten hat sich durch die gute Entwicklung der Medizin stark gebessert. Der Bereich "körperliche Aktivität" als Forschungsfeld und Versorgungsbereich in der onkologischen Behandlung hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Während bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts von einer körperlichen Aktivität nach und während einer onkologischen Therapie abgeraten wurde, liegen inzwischen viele Studien vor, die die positive Wirkung einer körperlichen Aktivität beschreiben.

Die Wirkungsweisen einer körperlichen Aktivität liegen in einer verminderten Wahrnehmung subjektiv empfundener Belastungen der Erkrankung (z.B. Schmerzen, Fatigue, Appetenz) sowie der spezifischen Therapie (z.B. Übelkeit).